26.03.2020

Lidia Baron: Hausmeisterin gesucht-

Schatz gefunden


Lidia Baron neben der von ihr aufgerichteten Osterkerze, Foto: Ulrike Volke(zum Vergrößern bitte anklicken)

„Wir haben eine Hausmeisterin und Küsterin gesucht. Und einen Schatz, eine Perle gefunden.“, würdigte Pfarrer Dietmar Volke anlässlich des 20-jährigen Dienstjubiläums Lidia Baron. Just auf den Tag genau am 15. März vor 20 Jahren hatte sie ihre Arbeit in der Philippusgemeinde aufgenommen. Es war zugleich der letzte Gottesdient vor der Corona-Pandemie.
Lidia Baron könne nicht nur ein Auto auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Springe der Rasenmäher nicht an, brauchte es oft nur „ihre Hand“ und – oh Wunder! – er tut‘s. Volke erinnerte daran, dass im Sommer letztes Jahr die Osterkerze sich so unter der Hitze gekrümmt hatte, dass sie umzufallen drohte. Kein Problem für die Hausmeisterin mit dem besonderen Händchen. An einem heißen Sommertag wurde die Kerze in der Sonne wachsweich und dank einer von Lidia Baron eigens gebauten Vorrichtung wieder kerzengerade. So dass selbst die Ingenieure und Fachmänner im Kirchenvortand staunten und ihr größte Anerkennung ob dieser „Meisterleistung“ zollten.
„So wie unsere Küsterin und Hausmeisterin die Osterkerze aufrichten kann, so vermag sie das auch bei Menschen. Sie hat ein großes Herz für Menschen. Ein Mensch in Not geht vor alle Arbeit. Ob er verbunden werden muss oder ins Krankenhaus gebracht. Sie macht es ganz selbstverständlich. Das schätzen wir ganz besonders an Frau Baron.“, sagte Volke. Nicht allein ihr großes handwerkliches Können und ihr Geschick mache sie zum Schatz für die Kirchengemeinde, sondern ihr Herz für Menschen, besonders die, die Hilfe brauchen.
Lidia Baron dankte in der ihr eigenen Art. Knapp und bescheiden. „Ich habe noch keinen Tag bereut, hier zu arbeiten. Kann ich nicht zur Arbeit gehen, fehlt mir was. Ich bin hier zuhause.“
Dietmar Volke


 

Ev. Philippus-Kirchengemeinde