03.04.2019

Europa gerappt, gepuzzelt und getanzt

Jugendliche präsentieren "Europa sind wir!"


Im Theater Moller Haus wurde gerappt, gepuzzelt und getanzt. Mit dem Modellprojekt „Europa sind wir!“ wurde Europa für die Jugendlichen des Ökumenischen Kinder- und Jugendhaus Kranichstein und dem Jugendhaus *huette in Darmstadt in den letzten Monaten persönlich erleb- und erfahrbar gemacht. Im Theater Moller Haus fand das Projekt nun seinen Abschluss. Die Jugendlichen stellten die vielfältigen Ergebnisse unter anderem in Form einer multimedialen Ausstellung vor.
Die jungen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer aus dem Ökumenischen Kinder- und Jugendhaus in Kranichstein gaben bei der Abschlussveranstaltung Kostproben aus ihren Workshops des Projekts „Europa sind wir!“ Eine Gruppe von Mädchen stellte das Publikum mit kniffeligen Fragen zu Europa auf die Probe. Andreas Krauß, evangelischer Leiter des Ökumenischen Kinder- und Jugendhauses in Kranichstein und Gesamt-Projektkoordinator, hat gemeinsam mit seiner katholischen Kollegin Sandra Horn das Projekt in Kranichstein betreut. Im Mollerhaus interviewte er Carlos Macuacua und Konstantin Pleil, zwei junge Männer, die einen „Europa-Rap“ präsentierten, den sie gemeinsam mit anderen selbst getextet und komponiert hatten. Da geht es etwa um Freiheit und Frieden - Werte, für die Europa steht. „Europapolitische Bildung soll Jugendlichen die Möglichkeit bieten, gleichsam auf den Geschmack zu kommen und Lust auf weiteres Engagement ermöglichen“, sagt Andreas Krauß. Die Teilnehmenden aus Kranichstein, so resümiert Krauß, freuen sich jetzt unter anderem darauf, bei Veranstaltungen der Initiative „Pulse of Europe“ im Vorlauf zur Europawahl mitmachen zu können.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem IKAB-Bildungswerk e.V. sowie mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe unter Einbindung der beteiligten Kommunen entwickelt und zudem auch in den Städten Dresden und Köln durchgeführt. Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren, die kaum Zugang zu politischer Bildung haben und Europa eher skeptisch gegenüberstehen, wurden hier niedrigschwellig zielgruppengerechte Zugangs- und Beteiligungsmöglichkeiten geboten.
Im Ökumenischen Kinder- und Jugendhaus Kranichstein veranstalteten die Jugendlichen unter anderem einen regelmäßigen Kochworkshop und kreierten einen „Europaraum“ mit Graffiti und Möbeln aus Europaletten. Sie entschieden sich zudem für einen gemeinsamen Ausflug nach Frankfurt, wo sie das Anne Frank Haus besuchten und sich im Vorfeld mit den Themen Rassismus und Ausgrenzung in Europa beschäftigten. Die Doku-Gruppe fasste die Eindrücke und Erlebnisse schließlich in einem Video zusammen.
Rebecca Keller und andere

Oberes Foto (Rebecca Keller):
Europa-Quiz: Kniffeligen Fragen zu Europa stellte die Kranichsteiner Mädchen-Gruppe um Laura Reichenberg (rechts). Gar nicht leicht zu beantworten.
Unteres Foto (Lukas Engelter):
(v.l.n.r.) Eun-Cheong Jones, Sandra Horn (workshop-Leiterinnen),
Andreas Krauß (Projektkoordinator), Elke Hlawatschek (TUI-Stiftung),
Annette Mütter (IKAB-Bildungswerk e.V.)


 

Ev. Philippus-Kirchengemeinde